Queer
Was heißt denn hier queer?
„Queer bedeutet ursprünglich im Englischen so viel wie quer, quer gebürstet, seltsam, merkwürdig, aber auch Falschgeld oder Kopie von einem nicht mehr vorhandenen Original. Der Begriff wurde und wird im englischen als Schimpfwort vor allem gegenüber Lesben und Schwulen benutzt. Ende der achtziger, Anfang der neunziger Jahre des 20. Jahrhunderts haben sich Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transidente, Trans-, Intergeschlechtliche und andere (LSBTTI*) das Schimpfwort selbst angeeignet und umgedeutet. Sie haben queer als programmatischen Begriff ihres Widerstandes gegen die scheinbar naturgegebenen Normen von Heterosexualität und Zweigeschlechtlichkeit eingeführt und seitdem theoretisch und empirisch weiterentwickelt. Bis heute bleibt der Begriff queer schillernd und uneindeutig. Und genau das ist gewollt. Insofern zeigt sich der Begriff als genauso hybrid, fragmentarisch und prozesshaft wie die Theorien, für die er steht.“
(Söderblom, Kerstin. Queer theologische Notizen. Verlag Esuberanza 2020, S. 11.)
Im Bistum Fulda gibt es seit 2024 eine AG, die sich mit queersensiblem Thematiken auseinandersetzt. So wurde im Jahr 2025 ein Fachtag geplant und durchgeführt, in 2026 findet eine Fortbildungsreihe für Lehrer:innen und Pastorales Personal statt zum Thema „Queersensibel Religion unterrichten und Gemeinde gestalten“. Für 2027 sind bereits weitere Ideen in Planung.
Ansprechpartner
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Dezernentin
Familie und Beziehung
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Juliane Peffermann
Referentin
kfd
Weltgebetstag
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